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Lieder und innere Stimmen d'après Robert Schumann für drei Sänger und Orchester herausgearbeitet von Stefano Gervasoni
for: soprano, tenor, baritone and orchestra
detailed instrumentation: 2.2.2.2./4.2.3.1./perc.I.II.II.IV./celesta, harp and strings (12.10.8.6.4.)
duration: 35'
commission: Gürzenich-Orchester Köln
first performance: 28.10.2018, Cologne, ​Kölner Philharmonie, ​Camilla Tilling (soprano), Martin Mitterrutzner (tenor), Stephan Genz (baritone), Gürzenich-Orchester Köln, ​Philipp von Steinaecker (conductor)
publisher: Ricordi
catalogue number: 141837
Introduction
Qualche nota a proposito dell'orchestrazione di "Liebesverrat"

Liebesverrat”, certamente un'interpretazione composta nel senso di Hans Zender a proposito di Winterreise (“Eine komponierte Interpretation”). Non solo un'orchestrazione in “stile gervasoni” ma anche:
 
1 - l'aggiunta di nuove sezioni composte ex novo (principalmente per collegare i Lieder tra di loro, e risolvere alcuni problemi dovuti all'accostamento di diverse tonalità (trattandosi di "un ciclo" artificialmente creato scegliendo tra Lieder diversi e brani tratti da raccolte per coro a cappella o per duetti vocali. Tutto ciò con lo scopo di unificare in un'unica storia narrativa i dodici brani.
(ex: sezioni aggiunte tra brano n.2 e 3, tra n. 5 e n. 6, tra n. 7 e n. 8, tra n. 10 e n. 11, il ritorno di un frammento dell'introduzione prima della fine del n. 12, l'"autografo sonoro" di Schumann come coda aggiunta al n. 12 dove sono messe in musica le lettere R. SCH).
 
2 - l'aggiunta di parti (linee polifoniche, textures, sfondi-ambiente, echi e risonanze “distorte” o “incongruenti”, oppure “congruenti” rispetto alla scrittura schumanniana.
(ex: n. 1, n. 3, n. 5, n. 6, n. 7, n. 9, n. 11, n.12)
 
3 - l'uso della spazializzazione dell'orchestra (ex: brano n.1, ottoni nella sala, n. 3. ottoni come "coro" off-stage, n. 12 oboe come una presenza demoniaca o fantastica che si unisce al trio vocale - Schumann aveva scritto il brano per quattro voci).
 
L'idea generale di della mia elaborazione schumanniana è quello del massimo rispetto nell'estensione del principio della Innere Stimme, caro a Schumann, che io intendo come un trattamento iper-polifonico e microscopico della scrittura pianistica (agli strumenti dell'orchestra vengono quindi affidati gli incisi melodici che appaiono e scompaiono in continuazione nella parte pianistica di Schumann creando una sorta di polifonia virtuale onnipresente e sempre cangiante nel numero delle voci che appaiono). Nello stesso modo - analitico - in cui Anton Webern ha inteso l'orchestrazione della fuga ricercata della “Musikalisches Opfer” di Bach, con l'utilizzazione anche delle risorse di timbro e colore offerte dalle “extended techniques” della musica contemporanea. A volte alcune parti strumentali sono create artificialmente, collegando tra di loro trasversalmente alcuni incisi (ex: n.7, n. 9, n. 11) e “galleggiano” internamente, sopra o sotto, o obliquamente a vari registri, le parti vere e proprie della scrittura schumanniana.
Questo tipo di elaborazione tiene conto delle virtualità tecniche offerte dal testo schumanniano, potenzialmente "moderno" e "visionario" nella sua scrittura frantumata, sospesa, esplosa o implosa.
Tutti gli interventi relativi alla creazione di sezioni di collegamento, o all'aggiunta di sfondi e risonanze, o alla creazione di un contesto sonoro nel quale fare scorrere la musica di Schumann sono invece di tipo interpretativo e tengono conto dei testi poetici messi in musica da Schumann, dalle immagini evocate dai testi e da alcune modalità di trasposizione musicale adottate da Schumann.
 
Ancora due note: il n. 8 è basato sulla ricreazione di un suono immaginario di pianoforte "esteso" composto da marimba, vibrafono, celesta, arpa e qualche suono della percussione: omaggio allo strumento principe - voce di voci - dell'accompagnamento liederistico, il pianoforte).
Il numero 10 riprende la versione dell'orchestra originale di Schumann, poiché la prima parte di questo brano corrisponde al duetto del secondo atto dell'opera “Genoveva” (con una variante di mio pugno nella melodia di Golo verso la fine, allo scopo di potere orchestrare il duetto nella versione originaria, pubblicato come n. 1 dell'op. 43). Nella mia versione, passando dal n. 8 al n. 9 (benché quest'ultimo contenente, verso la fine, un evento distorsivo e timbrico sempre più invasivo affidato agli archi dispieganti accordi spettrali costruiti sul basso di Schumann), assistiamo a un progressivo avvicinamento stilistico relativamente all'orchestrazione, non più utilizzante le tecniche dell'orchestra moderna o contemporanea, ma sempre più di “tipo schumanniano”. nella seconda parte del n. 10 e fino alla fine assistiamo al processo contrario, l'orchestra si allontana dall'originale schumanniano e torna a rivolgersi verso la modernità e la visionarietà del suono, gli stilemi tipici del mio linguaggio musicale, stilemi che hanno certamente in Schumann (oltre che ad altri compositori venuti prima - Monteverdi, Beethoven, Schubert - e dopo di lui - Debussy, Webern, Bartok, Nono e Lachenmann) la loro matrice espressiva e poeticamente visionaria.
 
S.G. 7.10.18
Text(s)
Ich hab’ im Traum geweinet,
Mir träumte, du lägest im Grab.
Ich wachte auf, und die Träne
Floß noch von der Wange herab.
 
Ich hab’ im Traum geweinet,
Mir träumt’, du verließest mich.
Ich wachte auf, und ich weinte
Noch lange bitterlich.
 
Ich hab’ im Traum geweinet,
Mir träumte, du wär’st mir noch gut.
Ich wachte auf, und noch immer
Strömt meine Tränenflut.
 
↘ Text: Heinrich Heine
Robert Schumann: Nr. 13 from » Dichterliebe « op. 48

 
 
Wer ist vor meiner Kammertür?
Ich bin es!
Geh, schier dich fort, was suchst du hier?
Gar Süße!
Du kommst im Dunkeln wie ein Dieb.
So fang mich!
Du hast mich wohl ein wenig lieb?
Von Herzen!
 
Und öffnet ich nach deinem Wunsch?
O öffne!
Da wär ja Schlaf und Ruhe hin!
Laß hin sein!
Ein Tauber du im Taubenschlag?
Beim Täubchen!
Du girrtest bis zum hellen Tag?
Wohl möglich!
 
Nein, nimmer laß ich dich herein!
Tu’s dennoch!
Du stelltest wohl dich täglich ein?
Mit Freuden!
Wie keck du bist und was du wagst!
So darf ich?
Daß du’s nur keiner Seele sagst!
Gewiß nicht!
 
↘  Text: Wilhelm Christoph Leonhard Gerhard after Robert Burns
Robert Schumann: Nr. 3 from » Vier Duette «, op. 34

 
 
Die Lotosblume ängstigt
sich vor der Sonne Pracht
und mit gesenktem Haupte
erwartet sie träumend die Nacht.
 
Der Mond, der ist ihr Buhle,
erweckt sie mit seinem Licht,
und ihm entschleiert sie freundlich
ihr frommes Blumengesicht,
 
sie blüht und glüht und leuchtet,
und starret stumm in die Höh’,
sie duftet und weinet und zittert
vor Liebe und Liebesweh.
 
↘  Text: Heinrich Heine
Robert Schumann: Nr. 7 from » Myrten «, op. 25

 
 
Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne,
Die liebt’ ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb’ sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;
Sie selber, aller Liebe Wonne,
Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne.
 
↘  Text: Heinrich Heine
Robert Schumann: Nr. 3 from » Dichterliebe «, op. 48

 
 
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
 
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab’ ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
 
↘  Text: Heinrich Heine
Robert Schumann: Nr. 1 from » Dichterliebe «, op. 48

 
 
Ich bin hinausgegangen
Des Morgens in der Früh,
Die Blümlein täten prangen,
Ich sah so schön sie nie.
 
Wagt’ eins davon zu pflücken,
Weil mir’s so wohl gefiel;
Doch als ich mich wollt bücken,
Sah ich ein lieblich Spiel.
 
Die Schmetterling’ und Bienen,
Die Käfer hell und blank,
die mussten all ihm dienen
Bei fröhlichem Morgensang;
 
Und scherzten viel und küßten
Das Blümlein auf den Mund,
Und trieben’s nach Gelüsten
Wohl eine ganze Stund.
 
Und wie sie so erzeiget
Ihr Spiel die Kreuz und Quer,
Hat’s Blümlein sich geneiget
Mit Freuden hin und her.
 
Da hab ich’s nicht gebrochen,
Es wär ja morgen tot,
Und habe nur gesprochen:
Ade, du Blümlein rot!
 
Und Schmetterling’ und Bienen,
Die Käfer hell und blank,
Die sangen mit frohen Mienen
Mir einen schönen Dank.
 
↘  Text: Robert Reinick
Robert Schumann: Nr. 3 from » Drei zweistimmige Lieder « op. 43

 
 
Die dunklen Wolken hingen
herab so bang und schwer,
wir beide traurig gingen
im Garten hin und her.
 
So heiß und stumm, so trübe
und sternlos war die Nacht,
so ganz wie unsre Liebe
zu Tränen nur gemacht.
 
Und als ich musste scheiden
und gute Nacht dir bot,
wünscht’ ich bekümmert beiden
im Herzen uns den Tod.
 
↘  Text: Nikolaus Lenau
Robert Schumann: Nr. 6 from » 6 Gedichte von Nikolaus Lenau und Requiem «, op. 90

 
 
Das Laub fällt von den Bäumen,
Das zarte Sommerlaub.
Das Leben mit seinen Träumen
zerfällt in Asch und Staub.
 
Die Vöglein im Walde sangen,
wie schweigt der Wald jetzt still!
Die Lieb ist fortgegangen,
kein Vöglein singen will.
 
Die Liebe kehrt wohl wieder
im lieben künft’gen Jahr,
und alles kehrt dann wieder,
was jetzt verklungen war.
 
Du Winter, sei willkommen,
dein Kleid ist rein und neu.
Er hat den Schmuck genommen,
den Schmuck bewahrt er treu.
 
↘  Text: Siegfried August Mahlmann
Robert Schumann: Nr. 2 ( Herbstlied ) from» Drei zweistimmige Lieder « op. 43

 
 
Ich grolle nicht, und wenn
das Herz auch bricht,

Ewig verlor’nes Lieb, ich grolle nicht.
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,
Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.
Das weiß ich längst.
 
Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ich sah dich ja im Traume,
Und sah die Nacht in deines Herzens Raum,
Und sah die Schlang’, die dir am Herzen frisst,
Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.
 
↘  Text: Heinrich Heine
Robert Schumann: Nr. 7 from » Dichterliebe « op. 48

 
 
Wenn ich ein Vöglein wär’,
Und auch zwei Flüglein hätt’,
Flög’ ich zu dir;
Weil’s aber nicht kann sein,
Bleib’ ich allhier.
 
Bin ich gleich weit von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir,
Und red’ mit dir;
Wenn ich erwachen tu,
Bin ich allein.
 
Es vergeht kein’ Stund’ in der Nacht,
Da mein Herze nicht erwacht,
und an dich gedenkt,
dass du mir viel tausendmal
dein Herz geschenkt.
 
↘  Text: Volkslied
Robert Schumann: Nr. 1 from » Drei zweistimmige Lieder « op. 43 as well as » Genoveva « op. 81

 
 
Alle gingen, Herz, zur Ruh,
alle schlafen, nur nicht du.
Denn der hoffnungslose Kummer
scheucht von deinem Bett den Schlummer,
und dein Sinnen schweift in stummer
Sorge seiner Liebe zu.
 
↘  Text: Emanuel von Geibel after an unkwown author 
Robert Schumann: Nr. 4 from » Spanisches Liederspiel « op. 74
 
 
Dunkler Lichtglanz, blinder Blick,
todtes Leben, Lust voll Plage,
Glück erfüllt von Missgeschick,
trübes Lachen, frohe Klage,
süße Galle, holde Pein,
Fried’ und Krieg in einem Herzen,
das kannst, Liebe, du nur sein,
mit der Lust erkauft durch Schmerzen!
 
↘  Text: Emanuel von Geibel
Robert Schumann: Nr. 10 from » Spanische Lieder « op. 138
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